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Unsere Ziele

Unsere Politiker haben nur noch "Spar" - Euros in den Augen und befürchten nichts mehr als den totalen Bankrott, dem, wie es scheint, Schleswig–Holstein, Deutschland und letztlich ganz Europa entgegengehen. Sie vergessen dabei jedoch die weitaus gefährlichere Zahlungsunfähigkeit in geistig – kultureller Hinsicht, die immer weiter um sich greift und zum "Kulturanalphabetentum" führen wird.

Die Bürgerinitiative ist von der tiefen Überzeugung angetrieben, dass es an der Zeit ist, mitten aus der Flensburger Bevölkerung heraus mit einer breit aufgestellten Bürgerinitiative den politischen Vertretern des Volkes in Schleswig–Holsteins Landtag sowie den Gesellschaftern klar zu machen, dass sie mit einer Amputation oder gar Schließung des Landestheaters einen Grundpfeiler der Kultur zum Einsturz bringen und den gesamten Norden wie den Westen Schleswig–Holsteins, sowie einen erheblichen Teil von Süd-Dänemark zu einer theaterlosen Region verkommen lassen.

 

Rettung für das Schleswig-Holsteinische Landestheater, Herr Ministerpräsident?

Aber wir wollen und müssen auch zusammen mit dem Theater und seinen Mitarbeitern über andere Konzeptionen in und um die Institution Theater diskutieren. Es darf beim Überdenken von Ausrichtungen und Modellen  innerhalb des Drei – Spartentheaters keine Tabus geben.

Nur wenn alle Beteiligten – das Land Schleswig–Holstein, die Gesellschafter, das Theater und die vielen Unterstützer - sich bewegen und aufeinander zu bewegen, gibt es eine Zukunft für die älteste Kultureinrichtung der Menschheit in unserem Lande.

Wenn aber Politiker das verkleinern oder schließen wollen, was in Flensburg und der übrigen Region in Jahrhunderte langer Tradition zu einer menschen – und wertebildenden Kraft in der Gesellschaft geworden ist, dann betätigen sie sich als kulturelle Totengräber und sind verantwortlich für den Niedergang eines ganz wichtigen Teils von Kultur und Zivilisation. 

 

„Ein Volk, das seinem Theater nicht hilft, ist, wenn nicht tot, so doch todkrank.“


Diese Worte des spanischen Dramatikers Garcia Lorca stellen die Leitlinie für die Bürgerinitiative dar. Es geht darum, aus der Bevölkerung der Region heraus das Landestheater zu stützen und mit immer neuen Aktivitäten alles für seinen Erhalt zu tun.

Bereits zweimal in der Geschichte Flensburgs haben sich seine Bürger gegenüber dem Theater in vorbildlicher Weise solidarisch gezeigt. Sowohl 1795 als auch 1894 ist für den Bau eines Theaters aus der Bevölkerung gesammelt worden. In beiden Fällen hat man 1/4 bzw. 1/5 der Bausumme aufgebracht und somit einen eminent wichtigen Solidarbeitrag geleistet.

2010 ist es dringender denn je an der Zeit, aus der Mitte der Bürgerschaft über alle Grenzen hinweg darauf hinzuweisen, dass das Landestheater in seiner jetzigen Form nicht verhandelbar ist und als Drei – Spartentheater mit ca. 700 Vorstellungen in der gesamten Region erhalten bleiben muss.

Wir sind davon überzeugt, dass das Theater und seine Künstler viel deutlicher im Bewusstsein der Bevölkerung verankert und als Bestandteil des normalen Alltags integriert werden müssen.

Ferner sind wir davon überzeugt, dass Niveau und Können des Ensembles die Auslastung der Theater und Konzertsäle steigern werden.

 
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